FESSTVaL (Field Experiment on submesoscale spatio-temporal variability in Lindenberg) ist eine Messkampagne, initiiert vom Hans-Ertel-Center für Wetterforschung (HErZ).

Sie wird in den Sommermonaten des Jahres 2020 am Meteorologischen Observatorium Lindenberg (MOL-RAO) in der Nähe von Berlin stattfinden. Um die Quellen sub-mesoskaliger Variabilität zu betrachten, konzentriert sich die Messkampagne auf drei Hauptaspekte: Strukturen der atmosphärischen Grenzschicht, Cold Pools und Windböen.

Das aufgebaute Messnetz soll Phänomene und Prozesse auf einer Skala zwischen 500 m und 5 km mit hoher räumlicher Abdeckung erfassen. Dazu gehören Windprofilierungsstationen mit einer koordinierten Abtaststrategie aus mehreren Doppler-Lidars, zwei mobile Profiler zur Messung thermodynamischer Eigenschaften und Niederschlag, mehr als 100 Stationen mit oberflächennahen Messungen von Lufttemperatur und -druck, zahlreiche automatische Wetterstationen, ein X- Band Niederschlagsradar sowie Energiebilanzstationen. Ergänzt wird diese Ausrüstung durch die umfangreiche bodengestützte Fernerkundungsmesstechnik des MOL-RAO, das vom Deutschen Wetterdienst betrieben wird. Darüber hinaus wird der Zusatznutzen eines Bürgermessnetzes während der Kampagne untersucht. Die FESSTVaL Messungen werden durch hochauflösende Large-Eddy-Simulationen (ICON-LES) ergänzt.

 

 


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